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Mitarbeiterin im Mutterschutz – Folgendes müssen Arbeitgeber beachten

Die Schwangerschaft einer Mitarbeiterin ist ein Ereignis, das für den Arbeitgeber mit einigen Umstellungen verbunden ist. Zum Schutz der Mutter sind hier laut dem Arbeitsrecht einige Dinge zu beachten. Wir, die Rechtsanwälte Dr. Jung und Partner, beantworten Ihnen die häufigsten Fragen rund um das Thema Mutterschutz.

Was ist der Mutterschutz eigentlich?

 

Im Grunde dient diese Zeitspanne als besonderer Schutz für Schwangere und Mütter, die zugleich Arbeitnehmerinnen sind oder sich in der Ausbildung befinden. Dadurch soll das Einkommen kurz vor und nach der Geburt gesichert werden, damit sich die werdende Mutter vollumfänglich Ihrer Genesung und Ihrem Nachwuchs widmen kann. Der Mutterschutz ist Schwangeren und Müttern, die kürzlich entbunden haben, vorenthalten und kann somit nicht nach einer Adoption beantragt werden. Des Weiteren gilt der Schutz nicht für Frauen in folgenden Positionen:

  • Hausfrauen ohne Arbeitseinkommen
  • Selbstständige und Geschäftsführerinnen einer Gesellschaft
  • Gesellschafterinnen

 

Wer bekommt Mutterschaftsgeld?

 

Mitarbeiterinnen, die in einer gesetzlichen Krankenkasse freiwillig oder pflichtversichert sind, haben Anspruch auf das Mutterschaftsgeld. Dieser Anspruch beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und endet acht Wochen nach der Geburt. Bei einer Mehrlingsgeburt, einer Frühgeburt oder bei Kindern mit Anpassungsschwierigkeiten werden die acht Wochen um vier zusätzliche Wochen verlängert.

Im Allgemeinen sind folgende Mitarbeiterinnen geschützt:

  • Teilzeitmitarbeiterinnen
  • Vollzeitmitarbeiterinnen
  • Mini-Jobberinnen
  • Auszubildende
  • Praktikantinnen
  • Absolventinnen des FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr)

 

Nach der Einreichung des Mutterpasses bei der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt diese während des Mutterschutzes bis zu 13 Euro pro Kalendertag. Sollte Ihre Arbeitnehmerin ein höheres Gehalt bezogen haben, sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet, die Differenz zu übernehmen.

Kündigungsschutz: Darf eine Mitarbeiterin im Mutterschutz gekündigt werden?

 

Schwangere Mitarbeiterinnen und Angestellte im Mutterschutz unterliegen dem besonderen Kündigungsschutz und dürfen nicht einfach gekündigt werden. Dieser Schutz erstreckt sich über die gesamte Schwangerschaft und vier Monate nach der Geburt.

In dieser Zeit dürfen Sie Ihre Mitarbeiterin nur mit einer Erlaubnis der Aufsichtsbehörde und aus einem triftigen Grund entlassen. Dabei darf dieser Grund nichts mit der Schwangerschaft oder der Entbindung zu tun haben. Sollte Ihre Mitarbeiterin nach dem Mutterschutz in Elternzeit gehen, verlängert sich der Kündigungsschutz bis zum Abschluss der Elternzeit.

Bei welchen Tätigkeiten greift das Beschäftigungsverbot?

 

Wenn Sie eine schwangere oder stillende Arbeitnehmerin beschäftigen, die sich im besonderen Schutz befindet, sind einige Arbeitsvereinbarungen neu zu treffen. Folgende Tätigkeiten dürfen zum Schutz von Mutter und Kind nicht ausgeführt werden:

  • Arbeiten an Sonn- und Feiertagen
  • Nachtarbeit
  • Arbeitszeit von über 8,5 Stunden täglich

 

Zudem dürfen stillende und werdende Mütter nach Absprache mit dem Arzt nicht mit gesundheitsgefährdenden Stoffen arbeiten oder schwerer körperlicher Arbeit nachgehen. Sollte Ihre Mitarbeiterin Aufgaben ausführen, die gesundheitsgefährdend für sie oder ihr Kind sein können, kann sie ein Beschäftigungsverbot vom behandelnden Arzt verordnet bekommen. Im Allgemeinen gibt es hierbei drei verschiedene Unterteilungen:

  • Das eingeschränkte Beschäftigungsverbot: Hierbei entscheidet die Mutter, welche Arbeitsaufgaben sie sich zutraut. Dieses Verbot gilt in den sechs Wochen vor der Entbindung.
  • Das absolute Beschäftigungsverbot: Nach der Entbindung darf Ihre Mitarbeiterin mindestens acht Wochen keiner Arbeitstätigkeit nachgehen.
  • Das individuelle Beschäftigungsverbot: Dieses gilt in besonderen Fällen und wird vom behandelnden Arzt näher thematisiert.

 

Stillende haben außerdem das Sonderrecht, mindestens einmal täglich für insgesamt eine Stunde ihr Kind zu stillen, wobei dieser Ausfall nicht von der Arbeitszeit abgezogen werden darf.

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